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Das Auge isst mit – Leser mit Layout locken und satt machen.

News vom 25. März 2019
Auf den Punkt: Unternehmen können Mitarbeitern Freiräume verschaffen, indem diese Fortbildungen selbst auswählen können.

Mitarbeiter bei Punktmacher suchen sich Fortbildungen mitunter auch selbst, wenn sie möchten – so geschehen bei Yasemin Sever.

Ihr Talent stellt Yasemin Sever bereits seit Jahren bei Punktmacher unter Beweis. Und selbstverständlich weiß auch Sever, dass da noch mehr geht. Daher suchte sie eine Fortbildung zum Thema Magazingestaltung, Umgang mit Text – und wurde fündig. In Hamburg.

Die Reise nach Hamburg war es wert – ein sehr gute Fortbildung, von der Yasemin Sever viele Techniken und Tipps mitgebracht hat.Punktmacherin Yasemin Sever nahm am Seminar „Leser mit Layout locken“ in Hamburg teil. Das eintägige Seminar bot viele inspirierende Gestaltungsanreize. Dazu verdeutlichte das Seminar, wie wichtig das Zusammenspiel von Text und Grafik ist, um in der immer weniger verfügbaren Freizeit eine Botschaft klar zu kommunizieren.

Verwechseln Sie nicht Lesbarkeit mit Kommunikation. Nur weil etwas lesbar ist, bedeutet das nicht, dass es etwas kommuniziert und noch viel wichtiger, es bedeutet nicht, dass es das Richtige kommuniziert.

David Carson, Designer

Nikola Wachsmuth, Dozentin und erfahrene Creative Direktorin bekannter Publikationen, führte die Fortbildung. Neben der aktuellen Situation in der Printwelt, klärte sie über die Zielgruppen- und Themenfindung auf und betonte die Wichtigkeit der Kooperation zwischen Verlag, Redaktion und Grafik.

Wenn alle miteinander kommunizieren und sich verstehen, gelingt Kommunikation, die nicht nur gut aussieht, sondern auch einen Nutzwert für den Leser bietet.

Nikola Wachsmuth, Dozentin

Um diesen Nutzwert auf grafischer Seite zu erzielen, referierte Wachsmuth über Titelgestaltung, Dramaturgie, Rubrizierung, Satzspiegel, Seitenlayout, Typografie, Bildeinsatz, grafische Hilfsmittel und sog. Schnell-Informationen.

Mit ihrer frischen und direkten Art zeigte Nikola Wachsmuth eine Vielzahl von Projekten, die sie unter anderem in ihren 35 Berufsjahren begleitete. Die Dozentin stellte klar, dass Print-Erzeugnisse immer zur Information dienen und zugleich Lesegenuss bieten sollten. Da heute (zu) viele Informationen die Lesers überfluten und letztendlich übersättigen, gibt es wichtige Faktoren, die ein gutes Print-Erzeugnis ausmachen:

  • schnell Orientierung und Information geben
  • hohen Nutzwert bieten
  • USP vermitteln
  • Dramaturgie in sich tragen
  • Nähe zur Zielgruppe aufbauen

Dramaturgie im Wechsel von Spannungsbögen und Entspannung
Ein wichtiges Thema für Punktmacherin Yasemin Sever war die Dramaturgie. Nikola Wachsmuth verglich dieses Thema mit dem Spannungsbogen eines Films oder Musikstücks: Innerhalb eines Musikstücks gibt es Abschnitte, die dem Zuhörer neu sind, ihn also überraschen. Und es gibt Abschnitte, die immer wiederkehren und dem Zuhörer eine Pause geben. Wenn man das auf ein Print-Erzeugnis adaptiert, muss es also gelingen, eine gewisse Spannung im Layout zu erzeugen. Zugleich darf der Bogen nicht überspannt werden, in dem man zu viele Layout-Schwerpunkte setzt, die den Leser überfordern. Hierzu helfen Pausen in Form von wiederkehrenden grafischen Elementen oder kurzen Texten, um das bereits Erfasste zu verarbeiten.

Design setzt Inhalt voraus. Design ohne Inhalt ist kein Design, sondern Dekoration.

Jeffrey Zeldman, Webdesigner

Leserfreundlichkeit elementar
Auch das Thema Lesefreundlichkeit ist ein wichtiger Bestandteil guter Kommunikation. Durch die Hektik im Alltag haben die Menschen oft wenig Zeit, sich durch lange Texte zu quälen. Ein Tipp von Nikola Wachsmuth, um die Didaktik festzulegen.

Laut lesen, das hilft, zu entscheiden, wo der Schwerpunkt beispielsweise in einer Headline liegt.

Nikola Wachsmuth

Schwerpunkte setzen
Darum geht es: Schwerpunkte. Auch Punktmacher hat es zu seiner Aufgabe gemacht, Lesern die Bürde abzunehmen, sich durch lange Texte zu quälen, die am Ende nichts aussagen. Das gelingt mit einer Idee, die durch eine Broschüre leitet. Oder mit Schwerpunkten in Bild und Gestaltung. Oder mit sich optisch voneinander differenzierten Texten, die den Leser führen. Oder …

Das wichtigste: der Sinn
Alles muss am Ende einen Sinn ergeben. Es hilft nichts, wenn das Layout nur schön aussieht. Nikola Wachsmuth verglich hierbei ein Print-Erzeugnis gern mit einem Steak. Man kann ein Steak auf den Teller legen. Man kann es anstelle dessen auch mit einem Salatblatt und einem Stück Kräuterbutter garnieren – und schon wirkt es appetitlicher. Das Steak ist in diesem Fall der Inhalt, die Dekoration das Layout. Am Ende muss es der Zielgruppe schmecken, ob mit oder ohne Dekoration. Denn das Auge isst mit.