#01 Druck und Produktion: Wie schwarz ist Schwarz?

André Brömmel, 3. April 2019
Auf den Punkt:

Eine Idee ist perfekt, wenn auch die Umsetzung perfekt ist.

Schwarz ist nicht gleich Schwarz.

Was auf dem Bildschirm noch richtig schön satt wie schwarz wirkt, entpuppt sich gelegentlich im Druckergebnis als dunkles Grau. Warum das so ist und wie bessere Druckergebnisse entstehen erläutert Punktmacher hier.

Quelle Bild und Text: Printelligent Fachzeitung für printaffine Kreative, Ausgabe Nr. 1/2019

 

Das Schwarz in größeren Flächen oder bei größeren Schriften wirkt im Druckergebnis nicht so dunkel und kontrastreich wie gedacht? Womöglich liegt das daran, dass mit einem normalen Schwarz, dem sogenannten unbunten Schwarz (0 / 0 / 0 / 100) gearbeitet wurde. Doch ein sattes Schwarz ist möglich. Das ganze Geheimnis hierbei ist: Die Verwendung von Tiefschwarz oder buntem Schwarz. Punktmacher nutzt dazu nicht nur die reine Farbe Schwarz, sondern geben diverse Prozessfarben hinzu. Das Schwarz wirkt dadurch satter und intensiver. Aber Achtung: Hier dürfen nicht wahllos Werte genutzt, sondern Farbwerte gezielt hinzugegeben werden. Zwei Beispiele:

  • Cyan (80 / 0 / 0 / 100) lässt das Schwarz „kälter„ wirken
  • Magenta und Gelb (0 / 60 / 30 / 100) wirkt „wärmer„ oder sogar bräunlich

Welches Schwarz am Ende das Richtige ist, hängt von vielen Faktoren wie z. B. dem maximalen Farbauftrag, dem gewünschten Papier oder dem Druckverfahren ab. Bei Fließtext oder kleinen Negativschriften wird beispielsweise von Tiefschwarz abgeraten, da die Schrift durch eventuelle Passungenauigkeiten unscharf wirken oder auf ungestrichenem Papier zulaufen kann.

Im Dialog mit der Druckerei wird über Druckverfahren, Farbprofil, Material für das beste Schwarz gesprochen.

Mona Born, seit Jahren in der Kreation bei Punktmacher, beschäftigt sich unter anderem mit der Adaption von Maßnahmen unter Einhaltung vorgegebener Richtlinien wie z.B. dem Corporate Design

 

Punktmacher stimmt sich häufig auf kurzem Wege mit der Druckerei ab, um für Unternehmen das beste Ergebnis und den optimalen Schwarzton zu erzielen. Am oben gezeigtem Beispiel lässt sich erkennen, wie groß die Unterschiede sein können.

André Brömmel, 3. April 2019
Auf den Punkt:

Eine Idee ist perfekt, wenn auch die Umsetzung perfekt ist.