Arbeitgeber aufgepasst: Klimaschädlichem Verhalten können Kündigungen folgen.

André Brömmel, 28. September 2020
Auf den Punkt:

Zu den bisherigen Faktoren bei der Wahl des Arbeitgebers (Gehalt, Karrierechancen, Teamgeist, variable Arbeitszeiten, Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder Beteiligung am Unternehmensgewinn) ist ein Faktor hinzugekommen, der zukünftig alle anderen in den Schatten stellen könnte: klimafreundliches Verhalten. Arbeitgeber sind gut beraten, Nachhaltigkeit im Unternehmen zu implementieren, zu dokumentieren und im (Stellen-)Markt zu kommunizieren.

Unternehmen wissen spätestens jetzt, dass klimaschädliches Verhalten Kündigungen nach sich ziehen kann. Dabei sind die Auswirkungen eines solchen Verhaltens auf den Arbeitsmarkt gar nicht erhoben, oder anders: Wie viele Bewerber*innen sich nicht bei einem Unternehmen bewerben, das klimaschädlich handelt, ist unklar. Will heißen: Während schlechtes Verhalten bestehende Arbeitsverhältnisse gefährdet, ist anzunehmen, dass dieses Verhalten potenzielle Arbeitnehmer*innen abschreckt.

 

In diesem Artikel hat Punktmacher bereits Gründe gebündelt, die zu Kündigungen führen und ebenso, auf welche Dinge Arbeitnehmer*innen bei der Wahl des Arbeitgebers*in Wert legen. Hier geht es zum Artikel.

Der Druck auf Arbeitgeber*innen steigt mit steigender Sensibilität der Arbeitnehmer*innen für dem Klimaschutz.

Wie schwer es ist, Arbeitnehmer*innen zu finden – durch Covid-19 ist der Markt in Aufruhr
Viele Arbeitgeber*innen, die auf der Suche nach Mitarbeiter*innen sind, wissen aus leidlicher Erfahrung, wie schwer es ist, die richtigen Personen überhaupt zu erreichen. Dabei werden Stellenportale genutzt, eigene Websites, Zeitungen, Aushänge etc. Seit März 2019 ist eine wichtige Möglichkeit hinzu gekommen: Google for Jobs. Und während bis zum Zeitpunkt von Covid-19 in Deutschland ein Arbeitnehmer*innen Markt herrscht, wandelt sich dieser. Aufgrund von Kurzarbeit, Kündigungen und Unsicherheiten in manchen Unternehmen, sind Arbeitnehmer*innen zu Jobwechsel bereit. Ein Umstand, der den Markt in Bewegung gebracht und die Gewichtsverteilung verkehrt hat. Dabei geht man davon aus, dass sich dieser Trend noch verstärken kann, weil man annimmt, dass sich eine große Zahl von Unternehmen durch das Kurzarbeitergeld noch über Wasser halten kann, deren wirtschaftliches Überleben nach Streichung diese Hilfen nicht mehr gesichert sein könnte. Wenn das der Fall ist, wird die Verfügbarkeit von Arbeitnehmern am (deutschen) Arbeitsmarkt steigen.

Insbesondere jüngere Arbeitnehmer*innen scheinen auf Nachhaltigkeit größeren Wert zu legen
Über die letzten Jahre haben Unternehmen viel Zeit und Geld in die Entwicklung ihrer Arbeitgeber*innen Marke investiert. Diese Arbeit war und ist wertvoll gewesen. Durch den Klimawandel hat das Thema Nachhaltigkeit an Wichtigkeit gewonnen – so sehr, dass man davon ausgehen muss, dass dieses Thema die nächsten Jahre dominieren wird.

Der Megatrend Nachhaltigkeit wird das Employer Branding und die Unternehmenskommunikation nachhaltig verändern.

André Brömmel

 

Unternehmen, die über nachhaltige Marketing-Kommunikation sprechen möchten, sind bei Punktmacher herzlich willkommen.

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Ein kurzer Artikel, veröffentlicht im Harvard Business Manager (Dezember 2019), lässt Arbeitgeber*innen aufhorchen.

Punktmacher geht davon aus, dass die nächsten Jahrzehnte (!) geprägt werden vom Klimawandel, Klimaschutz sowie Einschränkungen unseres Lebens, die uns heute noch fremd oder übertrieben erscheinen mögen. Unstrittig ist: wie bisher wird es nicht weitergehen.

 

Empfehlungen für Arbeitgeber*innen
Nachhaltigkeit darf zukünftig in keinem Unternehmen eine Frage von „ja“ oder „nein“ sein, sondern nur eine Frage von „wie sehr“. Punktmacher geht davon aus, dass es sich lohnt, hier kurzfristig und sehr intensiv einen kommunikativen Punkt zu setzen und sich als Unternehmen wie auch als Arbeitgeber*in klar zu positionieren. Das wird positive Effekte sowohl auf Kunden wie auch Arbeitnehmer*innen haben – das gilt übrigens für bestehende wie auch für potenzielle Kunden*innen und Arbeitnehmer*innen gleichermaßen. Hier die besten 5 Empfehlungen für eine nachhaltige Unternehmenskommunikation:

  1. Kurzfristig: verändern, was einfach zu ändern ist
    Schon kurzfristig gibt es in jedem Unternehmen Möglichkeiten, Dinge zu verändern. Arbeitgeber*innen können diese selbst identifizieren oder die Mitarbeiter*innen involvieren. Wir sprechen in diesem Zusammenhang von Veränderungen, die keine großen Investments in Zeit und/oder Geld bedürfen wie z.B. Verwendung anderer Papiere zum Kopieren, Reinigungsmittel, Ersatz von Fahrten durch Online-Besprechungen oder Reduzierung von Verpackungen.
  2. Langfristig: Nachhaltigkeitsstrategie entwickeln
    Wenngleich auch kurzfristige Maßnahmen zu Erfolgen führen werden, sind es vermutlich aber die langfristig angelegten Maßnahmen, die auch in Sachen Nachhaltigkeit die größten Veränderungen bringen werden z.B. Reduzierung des Energieaufwands für Strom, Wärme durch Installation von PV-Anlagen, LED-Beleuchtung oder die Modernisierung der Heizungsanlage für Büroräume sowie Anschaffung eines anderen Fuhrparks z.B. auf Strom oder Wasserstoff.
  3. Durch Zahlen dokumentieren.
    Die Dokumentation gleich zu Beginn dient zugleich als Testlauf für die Zeit, in der in den Unternehmen große Veränderung stattfinden werden. Es gilt, Verbräuche vor und nach einer Veränderung zu dokumentieren und ggf. hochzurechnen auf die nächsten Jahre, sodass ein Effekt für die Zielgruppen sichtbar wird. Die hier erhobenen Zahlen sind Grundlage für den nächsten Schritt …
  4. Inhaltlich und visuell kommunizieren.
    Von den Ergebnissen der Veränderungen sollten Zielgruppen erfahren. Daher sind hier Texte sowie Bilder und Grafiken zu erstellen, die diese Zahlen ansprechend und präzise verdeutlichen. Ähnlich von Berichten zum Thema CSR (Corporate Social Responsability) oder Compliance-Berichten sollten auch kleine und mittelständische Unternehmen darüber nachdenken, ob sie (noch freiwillig) Berichte zur Nachhaltigkeit veröffentlichen möchten. In jedem Falle sollten Inhalte auf der eigenen Website zu finden sein und sich bestenfalls in Broschüren etc. wiederfinden.
  5. Ideen denken und mutig voraus gehen.
    Es fällt leichter, die Dinge zu ändern, die andere bereits verändert haben. Das wird aber vermutlich nicht ausreichen, um bei Kunden*innen und Arbeitnehmer*innen Top of Mind zu sein. Daher sollten Unternehmen neue Wege gehen und Ideen denken, die derzeit noch undenkbar scheinen. Hierzu können revolutionäre Arbeitszeiten

 

Was macht Punktmacher eigentlich in Sachen Nachhaltigkeit?
Als Werbeagentur und damit Dienstleister hat Punktmacher bisher folgende Dinge initiiert und umgesetzt, wohl wissend, dass das nur ein erster, minimaler Beitrag sein kann:

 

Mobilität

  • Fahrten von Mitarbeitern*innen wurden temporär reduziert durch Ermöglichung von Home-Office
  • Besuche und Fahrten zu Kunden*innen wurden seit März 2019 um mehr als 90% reduziert
  • Punktmacher fährt elektrisch und nutzt dazu ein Tesla Model 3
  • die wenigen Kundentermine werden – sofern möglich/sinnvoll – mit der Bahn erledigt (Bahnhof 900m von der Agentur entfernt)

Energieverbrauch

  • ab März 2021 erfolgt die Stromgewinnung über eine PV-Anlage inkl. Batteriespeicher
  • sämtliche Leuchten sind LED-betrieben
  • Installation von Wasserspar-Tasten sowie Bewegungsmeldern
  • bewusster Verzicht auf die Installation einer Klimaanlage
  • Punktmacher lässt die Erneuerung des Heizsystems – derzeit Fernwärme – prüfen (Stand April 2020)
  • Installation einer 3-Fach-Verglasung sowie einer Kellerdeckendämmung

Bürobedarf

  • Recycling-Kopierpapier
  • Wasser für die Agentur wird ausschließlich aus Glasflaschen konsumiert
  • Abschaffung sämtlicher Ordner (es gibt noch einen einzigen Ordner im Büro) auf eine rein digitale Ablage
  • kein Ausdruck von Präsentationen, sondern Herausgabe von PDF
  • 100% digitaler Rechnungsversand in Form von PDF

Sonstiges

  • Anpflanzung von zwei Amerikanischen Trompetenbäumen vor dem Geschäftsgebäude
  • Blumenwiese im Garten der Agentur für Wildbienen, Insekten etc.
  • geplante Installation von 10 Vogelhäusern in 2021
  • keine Werbeartikel, deren dauerhafter Einsatz als Streuartikel unrealistisch erscheint wie z.B. Taschenlampen oder Powerbanks

 

Unternehmen, die in der Kommunikation Wert auf Nachhaltigkeit legen, können mit Punktmacher einen unverbindlichen Termin vereinbaren:

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André Brömmel, 28. September 2020
Auf den Punkt:

Zu den bisherigen Faktoren bei der Wahl des Arbeitgebers (Gehalt, Karrierechancen, Teamgeist, variable Arbeitszeiten, Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder Beteiligung am Unternehmensgewinn) ist ein Faktor hinzugekommen, der zukünftig alle anderen in den Schatten stellen könnte: klimafreundliches Verhalten. Arbeitgeber sind gut beraten, Nachhaltigkeit im Unternehmen zu implementieren, zu dokumentieren und im (Stellen-)Markt zu kommunizieren.